Convention 2026

Iyengar Yoga Convention 2026 – Üben mit Uday Bhosale

Festgehalten von Nici Tannert
Fotos: Julia Baier

Vom 5. bis 7. Juni 2026 fand unsere Iyengar Yoga Convention mit Uday Bhosale und 300 Teilnehmenden in der Alten Kongresshalle in München statt. Uday hat seine Wurzeln in der Kampfkunst. Durch sie fand er einst den Weg zum Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institut (RIMYI) in Pune, wo er viele Jahre mit den Iyengars praktizierte, von ihnen lernte und selber lehrte. Inzwischen lebt er in Großbritannien, unterrichtet online und folgt Einladungen weltweit, um sein Wissen weiterzugeben. Auf Social Media zeigt Uday seine Spiel- und Experimentierfreude bei der Asanapraxis. Er macht seinen Followern Lust zu üben, sich auszuprobieren und vermittelt eine erfrischende Leichtigkeit mit Humor und Wärme. Viele von uns haben daher eine sehr dynamische Praxis mit vielen Jumpings auf der Convention erwartet. Doch Uday hatte etwas anderes mit uns vor: Zwar brachte er auch den Humor, die Wärme und die Leichtigkeit mit nach München, aber vor allem eine große Tiefe.

Tag 1

Pranayama

  • Svastikasana: Invocation
  • Supta Tadasana mit Decke unterm Kopf
    • Fersen und Hinterkopf weit voneinander entfernen für Länge
    • Weite in der Rückseite
      • Loslassen für Savasana und Savasana-Mood behalten
        • Ausbreitung des Atems in diversen Bereichen beobachten und erspüren, nicht forcieren
          • Im unteren Bauch
          • Im Bereich der unteren Rippen
          • Im Brustkorb
  • Salamba Savasana auf gedrittelter Decke längs unter der Wirbelsäule (oberer Bereich LWS + BWS) sowie Decke für Kopf
    • Schultern unter den Brustkorb ziehen und damit Raum schaffen, damit sich der Atem ganz natürlich maximal ausbreiten kann = „die Tore weit öffnen, damit der Atem die Halle betreten kann“
    • Durch moderaten Support fokussiert sich der Atem auf den vorderen Bereich des Brustkorbes
      • Die Ausbreitung des Atems dort einfach nur wahrnehmen, nicht in den Bereich des Kopfes erzwingen
  • Savasana flach
    • Wie hat sich der natürliche Atem verändert?

Asanapraxis am Morgen

  • Svastikasana
    • Von den Sitzhöckern aufrichten, als ob du auf etwas sehr Heißem oder Kaltem sitzt
    • → Baue die Kraft + das Bewusstsein für die Aufrichtung im Sitzen auf
      • Invocation
  • Adho Mukha Svanasana
  • Uttanasana, Arme weit nach vorn für Länge
  • Adho Mukha Svanasana, Fersen hoch + runter
    • Zum Aufwärmen ein wilder, dynamischer Wechsel mit Springen zwischen:
      • Urdhva Hastasana
      • Utkatasana
      • Uttanasana
      • Adho Mukha Svanasana
      • Urdhva Mukha Svanasana

→ „Brot ist nicht gleich Brot“ = Asanas nicht mechanisch „wie immer“ üben

  • Tadasana hüftbreit
    • So weit wie möglich nach vorn/nach hinten lehnen
      • Welche Körperbereiche sind jeweils spürbar, müssen arbeiten, um nicht umzufallen?
      • Oft wird nur der Brustkorb gehoben, jetzt sind auch die Oberschenkel-Vorder- + -Rückseiten, etc. gefragt
    • Partnerübung: in Tadasana das Lot überprüfen, damit nicht nur der Brustkorb vorgeschoben wird:
      • Vordere Rippen zurück, hintere Rippen hoch – so dass das T-Shirt keine Falten mehr schlägt
      • Helfer hält mit einem Klotz die vorderen unteren Rippen des Übenden zurück, während der Übende die hinteren Rippen von der LWS weghebt
      • Eine Kugel in der Beckenschale visualisieren und diese genau zentrieren:
        • Wo würde die Kugel hinrollen?
        • Wenn das Becken nach vorn kippt, würde die Kugel zum vorderen Beckenrand kullern

→ Die Haltung beeinflusst den Atem: ein vorgepresster Brustkorb stresst das Zwerchfell

→ Ein eingesunkener Brustkorb kreiert einen permanenten Druck auf die Organe

→ Aufrichtung mit Leichtigkeit, ohne Anspannung

  • Tadasana hüftbreit
    • Arme nach vorn auf Schulterhöhe strecken / Ellbogen greifen, Rumpf zurück
    • Schulterblätter weiten, unteren Rücken längen
      • Ohne das zu verlieren: Arme senken

→ Gewohnheiten aufbrechen, unlearn

→ Vergiss die Endhaltung (Uday: „Wenn du einfach in die Endhaltung gehst, sag ich: ‚Super!‘ und verabschiede mich wieder. Was soll ich sonst machen?“)

  • Utthita Hasta Padasana
    • Ebenso
    • Für Aufrichtung aus dem Becken heraus wieder an sehr heiße oder kalte Unterlage denken
      • Parsva Hasta Padasana
        • Gewicht auf beide Füße gleichmäßig verteilen
        • Observierend zu Virabhadrasana II, 3x/Seite
          • Experimentieren mit Armen zur Seite / nach vorn / nach oben
          • Vordere Flanke heben, damit Hüfte der gebeugten Seite nicht kollabiert
          • Bauch dreht von gebeugter Seite weg
          • Ferse vom gestreckten Bein nach unten pressen
          • = shift von gebeugtem zu gestrecktem Bein
          • Aufrichtung behalten beim Rauskommen
  • Adho Mukha Svanasana
  • Uttanasana
  • Utthita Parsvakonasana, untere Hand auf halbhohen Klotz
    • Gleicher Fokus auf Aufrichtung ohne zu kollabieren
      • Direkt zu Utthita Trikonasana
        • Vorderen Oberschenkelkopf in Hüftgelenk saugen
        • Knie dafür nochmal leicht beugen
        • → Bei Schmerzen im vorderen Knie weicht die Hüfte oft nach hinten aus – deshalb Knie leicht beugen und Richtung hinteren langen Mattenrand bringen + Außenhüfte ransaugen

  • Upavistha Konasana
    • Fersen nach unten pressen + mental nach hinten schieben
    • → Hüftgelenke saugen Oberschenkelköpfe rein
    • → mehr Aufrichtung
  • Baddha Konasana
    • Füße näher ranholen und öffnen wie ein Buch, Mittelfußknochen rollen zum Boden
    • → Wenn du sinkst, gehen die Knie hoch und vice versa: Wenn du dich anhebst, öffnet sich das Becken
  • Janu Sirsasana, 2x/Seite als Ausgleich
  • Paschimottanasana
  • Chatuspadasana, 3x
  • Savasana

Asanapraxis am Nachmittag

  • Svastikasana: Invocation
  • Supta Baddha Konasana
    • Gedrittelte Decke längs unter Wirbelsäule + Decke für Kopf
    • Bauch vom Brustkorb weg entspannen
  • Matsyasana mit aufgestellten Füßen
    • Oberes Becken in die Matte pressen + so fixieren, um von der Wurzel der Wirbelsäule her zu wölben
    • LWS weg vom Becken (≠ nur in BWS wölben)
    • Der untere Bauch + die hinteren Rippen werden gehoben

= kontrollierte, innere Streckung mit Grip von Hüfte und Beinen

→ Uddiyana Bandha entsteht ganz natürlich, ohne Krampf

    • Hilfestellung:
      • Helfer steht über Übendem und fixiert mit den Füßen dessen Hüften
      • Helfer-Waden drücken die Oberschenkel des Übenden zurück
      • Helfer-Zehen ziehen Taille des Übenden weg vom Becken und heben sie an
      • → erst längen, dann wölben
      • → Raum im unteren Rücken
  • Dandasana
    • Erhöht sitzen für bessere Aufrichtung
    • Von der Wurzel der Wirbelsäule heben ≠ Kompression in der LWS
    • → Im Sitzen üben, weil Referenz vom Boden
  • Dandasana hüftbreit
    • Gesäß nach hinten-außen ziehen
    • Beine leicht beugen
      • Auf Vorderseite der Sitzhöcker rutschen
      • Aufrichtung von der Wurzel ohne vordere Rippen rauszupressen, unterer Bauch hebt sich weg von Oberschenkeln
        • Nicht verlieren beim Strecken der Beine
      • Mal ohne, mal mit Gurt um Füße
        • Gegen Gurt pressen = mehr Grip an Außenhüften

  • Wiederholung Matsyasana mit aufgestellten Beinen
    • Aus liegender Position
    • Aus sitzender Position
    • → Sitzhöcker fixieren, Längen und Heben von der Wurzel
  • Adho Mukha Svanasana
    • Knie leicht beugen, Sitzhöcker heben, LWS lang (≠ BWS nach unten pressen)
      • Nicht verlieren beim Strecken der Beine
      • = bessere Einbeziehung von Beinen + Hüfte

  • Sirsasana / Alternativ: Uttanasana oder Padangusthasana konkav, 3 min
    • Beine leicht beugen, LWS längen und heben
      • Nicht verlieren beim Strecken der Beine
      • = Leichtigkeit
  • Halasana mit Höhe unter den Schultern / Alternativ: Setu Bandha
    • Oberschenkel weg vom Gesicht, LWS längen
  • Salamba Savasana mit 4-fach gefalteter langer, schmaler Decke quer unter LWS
    • So dass Decke aussieht wie Toblerone: unten breiter, oben verjüngend zur sanften Unterstützung der natürlichen, gesunden LWS-Lordose
    • → Support ohne LWS hochzudrücken, erlaubt der Rücken- und Bauchmuskulatur zu entspannen

→ Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Haltung einzunehmen, entsprechend dem jeweiligen Fokus in der Praxis

  • Z.B. Janu Sirsasana: mal aktiver, mal sanfter:
    • Was ist das Ziel?
      • Vorbereitung Rückbeugen?
      • Vorbeugen-Praxis?
      • Restoratives Üben?, …
      • → Lerne, für eine restorative Praxis auch auf eine entspannte Weise in die jeweilige Asana zu gehen
    • YS 2.46 Sthira Sukham Asanam (Stabilität & Leichtigkeit)
    • YS 2.47 Prayatna Saithilya Ananta Samapattibhyam (Mühelose Anstrengung)

Tag 2

Pranayama

  • Svastikasana
    • Schrittweise aufrichten ohne Aggression, nicht wie ein „Springteufel“
      • Der Atem wird ganz natürlich sanfter
    • 3x OM
  • Supta Baddha Konasana, gedrittelte Decke längs unter Wirbelsäule + Decke für Kopf, gerne Gurt auf Augen
    • Beim Ablegen LWS längen
    • Im Liegen Gesäß weg von der Taille
      • Für natürliche, sanfte Lordose
    • Längen ohne aggressives Forcieren
    • Oberarme zu Ellbogen längen, Unterarme nicht verkürzen beim Ablegen
    • Atem nur beobachten: Wie fühlt sich der natürliche Atem an?
      • Wird von allein ruhiger + tiefer – wie eine kühlende, frische Brise an einem heißen Sommertag
      • → Wenn eine Brise zu stark wird, wird sie unangenehm – wie der Atem: Ist er also „stürmisch“ oder beruhigend?
      • → Oder wie Regen: zu stark ist unangenehm, aber sanfter, gleichmäßiger Niederschlag ist beruhigend + nährend
  • Savasana mit gleichem Decken-Support
    • Lass dich nicht dazu verleiten, den Atem zu maximieren. Es ist kein Wettbewerb, niemand wird messen und vergleichen
    • Bring den Körper mit der Ausatmung nach und nach zur Ruhe
    • Die Einatmung füllt den Körper wie einen Tank und breitet sich darin aus – als ob der Wasserlevel ganz allmählich steigt
      • Sehr lange, sehr beruhigend
    • Zum Rauskommen: auf die rechte Seite rollen, den Kopf noch ein bisschen weiterdrehen, die Augen langsam öffnen + zum Boden schauen bis wieder ans Licht gewöhnt

Asana-Praxis am Morgen

Zum unteren Rücken:

  • Auf dem Rücken liegen, Füße aufgestellt:
    • Wir müssen die natürliche, gesunde Lordose in der LWS (und entsprechend die Kyphose der BWS) aufrechterhalten.
      • Aber: das Längen der Wirbelsäule stärkt den Rücken
      • Siehe Gurujis Wirbelsäule in starken Vor- und Rückbeugen
    • Viele haben Enge in der LWS beim Liegen
      • Füße aufstellen – das Längen der LWS entspannt die Muskeln
      • Aber: wenn die LWS am Boden kollabiert, öffnet sich der Raum zwischen den Wirbeln Richtung Boden, kann auch unangenehm werden
        • Deshalb: Fersen in den Boden pressen + wegschieben / raunsaugen (kann beides helfen)
        • Übung 1:
          • Fersen + oberen Beckenrand in Matte pressen, Wirbelsäule von der Wurzel (Steißbein) längen + in langer, sanfter Kurve heben
          • Gewicht auf unterem Bauch unterstützt die Arbeit vom unteren Rücken
          • Wirbel gleichmäßig aneinanderreihen, ohne sie vorn oder hinten zusammenzudrücken
      • Übung 2 = Partnerübung:
        • Helfer drückt Übendem Klotz/Platte gegen den unteren Bauch + hält mit seinen Beinen dessen Außenknie beieinander
          • Becken langsam heben
            • Nicht einfach Brustkorb hochpushen ohne Leisten zu öffnen
            • Länge die vorderen Oberschenkel + damit auch die LWS
            • Allmählich hebt sich aus der Länge auch die BWS
            • Nicht maximal hoch, sondern Fokus auf Längen
          • Widerstand durch Helfer + Klotz ist gute Referenz + extra Effort für unteren Rücken
            • angenehm im unteren Rücken
            • Balance zwischen Arbeit der Oberschenkel + des Gesäßes
            • Statt einfach die Pobacken zusammenzukneifen und hochzudrücken: erst Gesäß weiten + dann die Vorderseite des Beckens heben
      •  Partnerübung bei Rückenschmerzen
        • Helfer legt Übendem Gurt um Kreuzbein und hebt + längt damit Becken weg von LWS
        • = passiv, entspricht dem eigenen Grip in der Übung davor
  • Utkatasana
    • Nicht zu tief, Fokus: LWS längen
    • Gewicht auf Fersen
    • Wenn der Bauch nach vorn kollabiert, verliert der Rücken die Aufrichtung, selbst wenn du dadurch tiefer runterkommst
    • Deshalb leichte Lordose kreieren, LWS vorn + hinten längen
    • = Super-Haltung, um die richtige Balance für diesen Fokus zu finden
    • → Füße hüftbreit ist leichter, aber Gewicht könnte sich zur stärkeren Seite verlagern – daher Endhaltung geschlossen
    • → Fuß-, Knie- und Hüftgelenke müssen sich in Balance zueinander beugen:
      • Wenn Knie zu weit vorn, arbeitet Hüfte nicht richtig
        • Deshalb Schienbeinköpfe zurück + gegen die Schwerkraft arbeiten
        • Finde den Punkt, durch den du dich am besten nach oben heben + längen kannst
    • Partnerübung: Helfer kontrolliert Länge und leichte Lordose der LWS

→ Wenn wir die Balance finden, fließt der Atem leichter + wir können länger in der Haltung verweilen

→ Wenn der Atem schwer wird, wollen wir nur noch raus

→ Wenn wir den Rücken heben, hat das Zwerchfell genug Raum + wir können atmen

  • Adho Mukha Svanasana
    • Gleicher Fokus: Beine leicht beugen, Hände in die Matte pressen, Länge in LWS behalten, Beine strecken
  • Adho Mukha VirasanaAdho Mukha Svanasana
    • Mit Kontrolle: erst nur Knie leicht werden lassen, Rumpf stabil
  • Adho Mukha Virasana > Adho Mukha Svanasana > Phalakasana
    • Kontrolliert mit Länge nach vorn in Planke schieben
      • Gewicht auf Finger verlagern
    • Chaturangasana (Vierfüßlerstand)
      • Oberarme ausdrehen
        • = mehr lift, aus Armen wegheben, nicht kollabieren, Schulterblätter weiten, „push the floor!“
      • Schultern zurück, nach vorn schauen, Gewicht nach vorn verlagern
        • 1 Bein nach hinten strecken + in Zehen pressen
          • Knie von anderem Bein wird leicht
            • 2. Bein dazu strecken zu Phalakasana
              • 1. Bein beugen, Knie schwebt über Boden, absetzen
                • 2. Bein dazu in Chaturangasana
        • Beide Beine gleichzeitig mit Leichtigkeit strecken

→ gute Vorbereitung für kontrollierte Jumpings

→ stärkt Arme, Schultern, Rücken, Bauch, Beine, alles

Asanas am Nachmittag

  • Svastikasana
    • Finde eine stabile Haltung, so dass du zur Ruhe kommen kannst + dich nicht ständig korrigieren musst
    • Invocation
  • Supta Baddha Konasana / Supta Virasana / Supta Svastikasana – je nach Bedürfnis, 5 min

→ Wenn wir zusammensinken, haben Organe keinen Platz. Deshalb Raum kreieren + im Laufe der Sequenz halten, ohne dass es sich nach großer Anstrengung anfühlt

  • In Rückenlage Füße aufstellen
    • Knie ein wenig zur Brust ziehen, ohne dass das Becken richtig abhebt, um Rücken wegzulängen
      • Arme zur Decke strecken, Kopf + Schultern + Flanken heben, um Wirbelsäule noch mehr zu längen
      • So wenig Kontakt zum Boden wie möglich
      • Wie ein platter Reifen, der aufgepumpt wird + sich vom Boden löst
        1. Über die Wirbelsäule vor und zurück rollen
        2. Bis Malasana rollen und zurück (je runder desto leichter)
        3. Bis Tadasana rollen und zurück
        4. Aus Urdhva Hastasana über Utkatasana + Malasana ins Rollen kommen und zurück (12x)
          • Aufrichten mit Ausatmung

→ leichtere Alternative: auf Deckenstapel sitzen, zurückrollen, leichter zum Stehen kommen

  • Malasana
    • Handflächen zum Boden, Arme strecken (beugen zieht runter), Arme + Schultern verbinden für Leichtigkeit + Stabilität, push the floor!, Rumpf + Sitzhöcker hoch
      • Springen zu Adho Mukha Svanasana
      • → Leichter: in Malasana Füße etwas weiter weg von den Händen
        1. Aus Malasana in Adho Mukha Svanasana springen, zurück schreiten, 6x
        2. In Adho Mukha Svanasana mit Beinen hochspringen + mit Leichtigkeit landen, 6x
          • Beine am Boden beugen + in der Luft strecken
        3. Vor + zurück springen, 6x
        4. Urdhva HastasanaUtkatasanaMalasana – zurück- + wieder vorrollen – Malasana – springen in Adho Mukha Svanasana + zurück, …, 6x
  • Supta Baddha Konasana flach, zum Runterkommen
    • Sanfter Support mit Handrücken gegen unteren Rücken für natürliche Lordose
  • Sirsasana
    • Unteren Rücken heben
      • Baddha Konasana Beine
      • Urdhva Padmasana
  • Adho Mukha Virasana
  • Brick Setu Bandha, ggf. Beine in Padmasana für gestütztes Uttana Padma Mayurasana
    • Einatmen in Brustkorb
    • Ausatmung: Brustkorb bleibt geweitet, Bauch sinkt
  • Savasana
    • Gesichtsmuskeln entspannen, Gesicht sinkt zu Hinterkopf

Tag 3

Pranayama

  • Svastikasana
    • Ist es schon leichter, sich mit Leichtigkeit aufzurichten? (Ja!)
    • mit Poesie: Es ist ein Unterschied, ob ein Gedicht von einem Kind gelesen wird, das gerade Lesen gelernt hat, oder von einem Erwachsenen mit Tiefe vorgetragen wird
      • Gleiche Worte, andere Wirkung
      • Ist die Aufrichtung wie Poesie? (Ja!)
    • Ohne Instruktionen, richte dich von Innen her auf + beobachte, wie der Atem sich ganz natürlich ausbreitet
    • 3x OM, fühle die Vibration innerlich
  • Salamba Savasana, gedrittelte Decke längs unter Wirbelsäule, Decke für Kopf
    • Schultern unter Rumpf ziehen für bessere natürliche Verteilung des Atems
    • Impuls wahrnehmen, wann du eingreifen möchtest, und dann loslassen
    • → Sind wir in der Lage zu beobachten, ohne gleich wieder einzugreifen, um „das Richtige“ zu tun (tiefer, schärfer, länger,…)?
    • Vergleich Atem mit Kind: Wollen, dass es ihm gut geht. – Sobald wir wissen, wie es ihm geht, wissen wir auch, wie viel Einsatz nötig ist, damit es ihm gut geht = Balance finden, nicht zu viel, nicht zu wenig Einsatz
    • Hilfsmittel unterstützen die Stimulierung, können uns daher selbst etwas zurücknehmen
  • Virasana, erhöht sitzen
    • Rücken heben, um Brustkorb zu unterstützen ohne ihn nach vorn zu pushen
    • Muskeln von Stirn, Augenhöhlen,… entspannen bis sich Augen von alleine schließen
      • Ujjayi VII
        • Keine Performance-Atmung
        • Atem auf der Rückseite spüren
        • Volumen der Einatmung allmählich vergrößern und ein bisschen behalten
          • Wie auf einen Berg steigen und sich – oben angekommen – ein bisschen umschauen
            • nicht zurückeilen, nicht stundenlang bleiben
  • Salamba Savasana wie zuvor
    • Viloma I
      • 1 Pause, Einatmung nur teilen
      • Sanft
      • Atemfülle wahrnehmen für einen Augenblick
      • Normale Atmung zwischen den Zyklen
      • Poesie
      • Das Maximum zu versuchen, funktioniert nicht (als ob Uday bei seinem München-Aufenthalt versuchen würde, sämtliche Sehenswürdigkeiten zu besuchen)
      • Be in one place

→ Warum ohne Jalandhara Bandha?

  • Verhindert Spannung im Kopf, deshalb bei Kumbhaka wichtig; die Locks lassen den Atem darin frei bewegen
    • Aber: war keine lange Pause gefragt

Asanas am Vormittag

  • Svastikasana
    • Aufrichtung ohne Anspannung
    • = Respekt zur Traditionslinie (soll die mit Anspannung verbunden sein?)
  • Adho Mukha Svanasana, Beine gebeugt
    • Erst Hände stabilisieren, dann Trunk längen + weiten
    • Ohne das zu verlieren: Beine strecken
    • Rippen weg von Achselhöhle statt Schulterblätter nach unten pressen
    • Erst dann kann Kopf Richtung Boden streben
    • → Guruji: Wir weiten die Länge und längen die Weite
  • Dandasana, Handflächen flach
    • Schlüsselbeine + Schulterblätter weiten
    • Aufrichten
      • Wie T-Shirt auf Kleiderbügel, Aufdruck vollständig sichtbar machen
  • Adho Mukha Svanasana mit Dandasana-Aspekt „Rücken weiten“
    • Gewicht nach vorn für Phalakasana, stabile Arme, herausheben
      • Ellbogen etwas beugen für Mikro-Chaturanga Dandasana

→ Wie verhindern wir, dass vordere untere Rippen herauspushen?

  • Indem wir hintere Rippen Richtung Kopf heben (Rumpf wie Klotz vorstellen)
  • Wiederholung: Adho Mukha SvanasanaPhalakasanaChaturanga

→ Wie können wir schrittweise weitergehen, ohne uns von Hilfsmitteln abhängig zu machen?

  • Purvottanasana mit aufgestellten Beinen + Dandasana-Action
    • Außen-Oberschenkel nach vorn längen
    • Brustkorb weg vom Bauch als ob einer am Kopf und einer an den Schienbeinen zieht
    • Schultern + oberen Rücken weiten beim Heben
    • Schulterblätter heben
    • Später kann man Kopf hängen lassen, aber erst lernen sich in Länge + Breite auszudehnen
      • Erst Länge, dann Wölbung

→ Es gibt keinen Grund, in eine Haltung zu eilen, die dann einfach nur ungefähr so aussieht wie sie sollte

  • Chaturanga Dandasana vom Boden
    • Oberschenkel-Rückseiten längen, -Vorderseiten heben
    • Rumpf noch nicht abheben, nur leichter werden
    • Oberarme weg von Nacken
    • Referenz: Klotz flach + längs auf BWS – soll nicht kippen
  • Salabhasana
    • Erst maximale Länge der Vorderseite schaffen, vordere Oberschenkel längen, Leisten längen, unteren Bauch von Leisten wegheben = Länge im unteren Rücken
      • 3x hoch (nicht zu hoch, geht um Länge)
  • Makarasana ebenso

→ vor schärferen Rückbeugen müssen wir lernen zu längen, sonst kollabiert einfach der Rücken

  • Adho Mukha Virasana
  • Bharadvajasana I, 2x im eigenen Rhythmus
    • Uday: „Wenn du in Bharadvajasana I nach unten schaust und deine Füße siehst, drehst du in die falsche Richtung.“ 😉
  • Marichyasana III, 2x
    • Aufrichten
    • Den Rücken weiten beim Drehen
  • Parivrtta Trikonasana
    • Rücken mehr und mehr weiten beim Runtergehen, 3x touch & go, nicht erst Unterarm gegen Unterschenkel pressen
      • Runde: Hände an Schulterspitzen, 3x touch & go
        • Rücken weit, geht nur um Dreh-Action
  • Chatuspadasana, 3x auf Hände stellen
    • Maximal Becken heben + Schlüsselbeine weiten
      • Rückseite sachte ablegen = Savasana

Sollte ich etwas falsch verstanden haben, dann schreibt mir gern: nici@yogakraftwerk.de